Lektionen in der Islamischen Überzeugung (Band II)

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Lehrbuch | Lektionen in der Islamischen Überzeugung (Band II)

Beschreibung

Beschreibung (Band I + II)

Dieses einfache und doch anspruchsvoll geschriebene Werk gibt einen weitreichenden Einblick in die faszinierende Welt einer Theologie, die schon mit dem Tode des Propheten Muhammad geboren wurde. Eine Theologie, die unbeirrt von den hohen Wellen und heftigen Stürmen im Ozean der Gedankenwelt zur Enthüllung dessen strebt, was die Welt im Innersten zusammenhält, und auf eindrucksvolle Weise aufzeigt, dass die Vernunft eine Eingebung von Innen und die Eingebung eine Vernunft von Außen ist. Unbeugsam, klar durchdacht und logisch schlüssig erläutert sie den Anfang, den Weg und den Ausgang der Welt und ihrer innerweltlichen Erscheinungen. Und doch lässt sie den Suchenden dabei immer erahnen, dass das, was er verstanden hat, noch längst nicht Alles ist. Denn die Theologie des Islam ist Aufklärung und Erkennen in einem Schritt. Sie ist die Wissenschaft von Einem und Allem.

Da sämtliche Glaubensinhalte einen kontinuierlichen und unbestreitbaren Einfluss auf das Leben des Menschen ausüben, hängen sie von dem Grad der Empfindlichkeit und immensen Wichtigkeit ab, die er ihnen darbringt. Deshalb sind die Art und Beschaffenheit des Lebens eines Menschen von der Art und Beschaffenheit seines Denkens und Glaubens abhängig.

Man kann mit einem einzigen Blick einen Menschen, der von ganzem Herzen an die Existenz Gottes glaubt und seine Handlungen und Taten sorgfältig prüft und abwägt, von einem Menschen unterscheiden, der nicht an Gott glaubt und sogar leugnet, eines Tages für seine Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden. Führen diese beiden Personen das gleiche Leben?

Ein einfacheres Beispiel: Führen zwei Menschen das gleiche Leben, wenn sie in derselben Gesellschaft leben und einer von ihnen an die Existenz des Gesetzes und die rechtliche Ahndung seiner Vergehen glaubt, während der andere in keinerlei Hinsicht davon überzeugt ist und sich nicht einmal dafür interessiert? Auf gar keinen Fall.

Demzufolge findet alles im Rahmen der ideologischen Einstellung statt, und falls die Mentalität der Menschen nicht geformt wird, kann sich daraus keine vortreffliche Identität entwickeln.

Aus eben diesem Grund muss jeder Einzelne beweisen, dass er sich bemüht, seine Ideen und reinen Glaubensinhalte zu ordnen, insbesondere jene davon, die einer speziellen Aufmerksamkeit bedürfen. Man sollte seine vielfältigen Ideen und Glaubensinhalte sorgfältig betrachten und prüfen und die besten davon auswählen, um sie im Verlaufe des Lebens zu befolgen. Dies stellt die Methode für eine rationale Lebensführung dar.

Auch im Islam gibt es eine Regel, die offiziell anerkannt ist und besagt, dass es im Rahmen der Glaubensinhalte nicht erlaubt ist, Unwissende nachzuahmen und sie sich zu Vorbildern zu nehmen. Auf dem Gebiet der Glaubensinhalte gibt es nämlich viele kleine und große Fragen, die es gilt, eine nach der anderen zu untersuchen:

  • Gibt es einen Gott?
  • Welcher Art ist dieser Gott?
  • Welche Vorstellung und Auffassung haben wir von Gott?
  • Ist Gott oder der Schöpfer ein einzelnes Wesen, oder hat Er Teilhaber und Helfer?
  • Wie sieht die Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf aus?
  • Was für Eigenschaften und Attribute besitzt Gott?
  • Ist es möglich, Gottes Existenz mit rationalen Argumenten zu beweisen?
  • Kann man Gott sehen?
  • Wie kann man an Ihn glauben und Kontakt zu Ihm herstellen, wenn Er unsichtbar ist?
  • Welche Bedeutung hat «göttliche Gerechtigkeit»?
  • Ist die Existenz vollkommen oder unvollkommen erschaffen worden?
  • Gibt es «Gut» und «Böse» im externen Dasein und in der Identität?
  • Oder sind sie bloss Vorstellungen im Geiste?
  • Was für Personen waren die Propheten?
  • Zu welchem Zweck waren sie entsandt worden?
  • Welche Rolle spielten sie im Leben der Menschen?
  • Was sind ihre Botschaften und Lehren?
  • Bedeutete das Erscheinen der Propheten die Ausschaltung der Vernunft?
  • Was ist die Wahrheit über Wunder?
  • Wozu dienen sie?
  • Wie vereinbart sich dies mit dem Kausalitätsgesetz?
  • Wer wird als «Imām» bezeichnet?
  • Was ist mit «Unfehlbarkeit» gemeint?
  • Welcher Bedarf an Propheten und Imamen besteht trotz Vorhandensein der Vernunft?
  • Hat die gesamte Schöpfung einen Sinn?
  • Von wem stammen wir ab?
  • Zu wem sind wir gelangt?
  • Zu wem gehen wir?
  • Ist der Mensch ewig?
  • Werden seine Taten einer Prüfung unterzogen, und muss er Rechenschaft für sie ablegen?
  • Sind Belohnung und Bestrafung eigentlich nötig?
  • Gelangt der Mensch mit seinem Tode an ein Ende?
  • Was ist das Geheimnis der Schöpfung?

Dies ist lediglich eine Auswahl jener Fragen, die unser Gewissen dazu verleiten, sich mit sich selbst zu beschäftigen, und in diesem Buch – neben anderen Fragen – ausführlich und detailliert behandelt werden.

Lassen Sie uns gemeinsam das Ziel dieses Buches anstreben, indem wir es genauestens studieren, und fragen Sie Experten, sofern Sie unverständlichen Ausdrücken begegnen.

Dieses Buch, welches in zwei Bänden erschienen ist, wurde für das Studium und die Ausbildung im Bereich der islamischen Glaubensinhalte verfasst und ist eine freie Übersetzung des Buches «al-’Aqidah al-Islamiyyah», von welchem ich in der Bundesrepublik Deutschland von 1996 bis 1999 für den Unterricht Gebrauch machte und aus der Feder von Prof. Mesbah Yazdi stammt. Zu jener Zeit lag diese Übersetzung jedoch noch nicht vor, weswegen wir auf das Original zurückgreifen mussten, damit die Studenten den Themen problemlos folgen konnten.